Vor einiger Zeit hat sich Microsoft dazu entschlossen seinen Usern eine Plattform zu bieten, auf dem Dokumente der Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden können. Unter der URL docs.com ist genau das Portal zu finden, was den Usern die Arbeit im alltäglichen Leben erleichtern soll.
Dokumente können hochgeladen und jeden oder nur bestimmten Personengruppen zugänglich gemacht werden.
Die Grundeinstellungen sind so gestaltet, dass die Dokumente für alle sichtbar sind und auch über die Suchfunktion auf der Seite gefunden werden können. Beim Hochladen werden die User explizit auf diesen Sachverhalt hingewiesen.
Den Mitarbeitern von Ars Technica ist das aber nicht genug und so, wie ich das herauslese, stellen sie jeden Nutzer dieser Plattform als Volltrottel hin. Anders kann ich mir nicht erklären, dass diese Meldung eine Post bei Twitter wert ist.
Die Information habe ich über das Blog von netzpolitik.org gefunden. Diese Seite finde ich grundsätzlich total genial aber ich verstehe nicht, was den Autor dazu gebracht hat, eine bashing Orgie zu starten. Unter der Überschrift "Sensible Dokumente auf Docs.com per Suchfunktion öffentlich" wurde ein Artikel gepostet, der mit folgendem Statement anfängt:
Durch eine fragwürdige Standardeinstellung auf Microsofts Plattform Docs.com sind Dokumente von Nutzern per Suchfunktion öffentlich abrufbar. Diese enthalten mitunter sensible Daten wie Sozialversicherungsnummern.
Weiterhin heißt es:
So hat jeder Zugriff auf sensible Dokumente, da Nutzer übersehen, dass sie diese Daten nach dem Hochladen nicht nur mit ihrem Büro teilen.
WTF ist das denn für eine Aussage?

Im nächsten Ansatz wird sogar darauf hingewiesen, dass Microsoft genau diese Funktion seinen Usern nochmals bekannt gibt und sich bestätigen lässt:
Docs.com weist explizit daraufhin, dass dies der Standard ist und fordert beim Speichern den Nutzer auf, diese Entscheidung zu bestätigen.
Ich frage mich ernsthaft, warum wieder Microsoft für die Dummheit der User verantwortlich gemacht wird bzw warum eine Funktion, die den User das Leben erleichtern soll wieder mal durch den Dreck gezogen wird?

Genial finde ich die erste Antwort auf diesen Artikel von @Paul:

Uffz. Also docs.com ist doch genau dafür da: Zum Teilen von Dokumenten mit der Öffentlichkeit. Welcher Knallfrosch lädt denn da sensible Daten hoch? Dafür gibt es Onedrive for Business o.ä. So sehr es sicherlich ein Problem ist, dass die öffentliche Suche Dokumente einschließt, die nur einem eingeschränkten Personenkreis zugänglich gemacht wurde, so sehr sollte man bei den entsprechenden Nutzern einmal den Puls fühlen. :-| Schatten-IT lässt grüßen…
@Paul - ich glaube Du bist wirklich einer, der das System verstanden hat. Danke für den Komemtar!

Quelle:
Sensible Dokumente auf Docs.com per Suchfunktion öffentlich