Das
Microsoft Surface Laptop

wird mir bereitgestellt von


Verpackung

… ganz in weiß mit einem Surface drauf …
Schlicht und einfach, wie von Microsoft gewohnt, kommt das Surface Laptop in einer eher unauffälligen Verpackung daher. Ein weißer Karton mit einem einfachen Konterfei des Laptop ziert den Deckel.
Wenn das Ladegerät nicht so groß wäre, dann hätte man die Verpackung auf eine maximale Höhe von 1,5cm anstatt 4,5cm bringen können.
Aus meiner Sicht gibt es hier wieder fünf von fünf Punkten, da keine unnötige Umverpackung oder diverse Kunststoffeinsätze verwendet werden. Soweit ich das sehen kann, ist alles unter ökologischen Aspekten gehalten und die Kartonage kann in der blauen Tonne entsorgt werden.





Lieferumfang

Auch hier ist wenig manchmal mehr.
Zum Lieferumfang gehören:
– das Surface Laptop
– das Ladegerät
– eine Kurzanleitung






Inbetriebnahme

Auch hier geht wie gewohnt alles seinen Gang.
Nach dem Start wird die Einrichtung durchgeführt. Hier also die Verbindung zum WLAN hergestellt, Datum und Uhrzeit geprüft, diverse Abfragen zu den zu übermittelnden Daten getätigt (hier sollte man ganz genau nachschauen, wo man seinen Haken setzt!) und letztendlich die Anmeldung zum Microsoft Account vorgenommen.
Ich empfehle als nächsten Schritt eine Updateprüfung durchzuführen und alle vorhandenen Updates einzuspielen.




Funktionen / Preis / Technische Daten / Ausstattung / Display / Akku

Auf der Produktseite von Microsoft spricht man zwar von “Ihr Gerät konfigurieren” aber unterm Strich gibt es das Surface Laptop lediglich in vier verschiedenen technischen Varianten:
128 GB / Intel Core i5 / 4 GB RAM für 1149€ (mein Testgerät)
256 GB / Intel Core i5 / 8 GB RAM für 1449€
256 GB / Intel Core i7 / 8 GB RAM für 1799€
512 GB / Intel Core i7 / 16 GB RAM für 2499€
Alle Modelle werden in der Farbe Platin Grau ausgeliefert, lediglich für das Modell i5-7200U 8 GB/256 GB gibt es zusätzlich eine Farbauswahl von Gold Graphit, Bordeaux Rot oder Kobalt Blau.
Die Ausstattung ist nicht gerade üppig. Auf der linken Seite der Tastatur befindet sich ein USB 3.0 Anschluss, der mini DisplayPort und ebenfalls der 3,5-mm-Kopfhöreranschluss.
Laut Datenblatt sind Omnisonic-Lautsprecher mit Dolby Audio Premium verbaut, welche sich rechts und links mittig verbaut in der Tastatur befinden. Die Einbauposition ist auf der Höhe, wo man diese helleren Stellen an der Seite der Tastatur sehen kann. Ideal scheint dieser Platz nicht zu sein da es klingt, als ob sie nach hinten weg spielen. Zumindest hat es sich für mich so angehört. Der Klang ist ok, kommt aber an dem von meinem Surface Pro 4 nicht heran.
Jetzt hat mich mal interessiert, was denn Omnisonic-Lautsprecher sind aber viele Informationen scheint es nicht zu geben. Über diverse Suchmaschinen wird man immer auf die Ausstattung des Surface Laptop verwiesen, die Domain omnisonic.com, wo scheinbar irgendwann einmal Lautsprecher vertrieben wurden, ist seit einem Jahr offline.
Auf der rechten Seite der Tastatur ist dann nur noch der Anschluss für das Ladekabel zu finden und das war es dann auch schon fast. (Wer mehr USB und einen Ethernet Anschluss benötigt, der sollte sich aus dem Zubehör das Microsoft Surface Dock anschauen. Es wird gerade für 170€ statt 230€ angeboten.)


Verbaut sind weiterhin Stereo Mikrofone und eine Frontkamera mit 720p, welche unter anderem zur Anmeldung per Gesichtserkennung (Windows Hello) dient.
Zur Verbindungsaufnahme gibt es WLAN mit IEEE 802.11 a/b/g/n und Bluetooth in der Version 4.0.
Der Bildschirm hat eine Größe von 13,5 Zoll und eine Auflösung von 2256 x 1504 Punkten, was eine Dichte von 201 PPI ergibt. Verbaut ist ein Corning Gorilla Glass, welches höheren Belastungen stand halten soll.
Ausgeliefert wird das Laptop mit dem Betriebssystem Windows 10 S. Windows 10 S gilt als extrem sicher (wurde aber zwischenzeitlich schon widerlegt), da nur Apps aus dem Store installiert werden können. Gleichzeitig ist EDGE als Standardbrowser fest vorkonfiguriert.
In meiner alltäglichen Arbeit gab es keine Einschränkungen. Ich werde in den folgenden Kategorien nochmals auf das Betriebssystem eingehen.
Die komplette Akkulaufzeit habe ich nicht ausgetestet vor allem auch aus dem Grund, weil ich das Gerät nicht tiefenentladen wollte. In der Produktbeschreibung wird die Videoplaybackzeit mit 14,4 Stunden angegeben. In meinem Test stand das Surface Laptop eine Woche ohne nennenswerten Energieverlust im StandBy, das schafft das Surface Pro 4 nicht mal im Ansatz.
Derzeit ist es noch so, dass man beim Kauf eine kostenfreie 1 Jahres Lizens von Office 365 Personal erhält. Das Angebot endet (derzeit) am 15.10.2017 – sprich, es muss vor diesem Datum aktiviert worden sein.



Design / Verarbeitung / Handhabung / Zubehör

Beim Design hat sich Microsoft selber übertroffen. Schmal, elegant und ohne Schnickschnack präsentiert sich das Gerät. Mit nur knapp 1,5 cm Höhe hat man hier eine sehr flache und optisch ansprechende Bauweise erreicht.
Schon beim Auspacken sieht man, dass es sich hier nicht um einen billigen China Bomber handelt – das Gehäuse ist komplett aus Aluminium und fühlt sich auch sehr wertig an.
Mit knapp 1,3 kg ist das Laptop sicherlich kein Leichtgewicht aber die Gewichtsverlagerung ist sehr gut durchdacht. Der Monitor kann einfach nach oben aufgeklappt werden ohne, dass die Tastatur festgehalten werden muss oder von selber hinterher kommt. Bei vielen anderen Geräten ist das nicht der Fall.
Apropos Tastatur – diese hat eine Oberschicht aus Alcantara, was angeblich ein strapazierfähiges und leicht zu reinigendes Material sein soll. Ich habe da so meine Bedenken aber das lässt sich erst nach einem Langzeittest feststellen. Ich bin also gespannt, ob irgendwelche negativen Reaktionen innerhalb der nächsten Monate auftauchen. Leider habe ich selber das Gerät nicht mehr so lange zum Testen da.
Aufgefallen ist mir, dass auf der Tastatur resp zwischen den Tasten einige Fusseln lagen, die die gleiche Farbe, wie die Alcantara Schicht hat. Ich gehe davon aus, dass das Alcantara auf die Tastatur aufgepresst und anschließend abgeschnitten wurde. Bei diesem Vorgang haben sich dann scheinbar die Fusseln abgelöst und sind auf die Tastatur gekommen.
Einige konnte ich herauspusten bzw einfach wegwischen aber wenn größere Partikel unter eine Taste kommen, kann ich mir gut vorstellen, dass es dann Komplikationen geben könnte.


Mit der 10-Punkt Multitouch Funktion lässt sich das Display gut bedienen. Es reagiert sehr schnell, Ruckler oder Bildsprünge habe ich nicht festgestellt. Leider wippt das Display etwas, wenn man darauf toucht. Das könnte mit stärkeren Scharnieren bestimmt unterbunden werden, dann würde man das Laptop aber nicht, wie gewohnt so problemlos aufklappen können. Hier muss man also diesen Kompromiss eingehen.
Alternativ geht die “Touch Bedienung” auch über ein Surface Stift, der jedoch nicht im Lieferumfang enthalten ist. Getestet habe ich hier meinen Stift vom Surface Pro 4 und der hat wunderbar funktioniert.
Was ich nicht unerwähnt lassen möchte ist, dass der Monitor sich nur bis zu einem bestimmten Winkel aufklappen lässt. Das Schreiben mit dem Stift ist möglich, wird dadurch aber sehr erschwert.
Im Store wird für das Surface Laptop folgendes Zubehör angeboten:
Dock, Dial, Stift, Tastatur, Maus, Netzteil und Wireless Display Adapter.
Komisch ist allerdings, dass gerade beim Dock und Dial, das Laptop nicht als kompatibles Gerät aufgeführt ist.



Upgrade / Downgrade

Wie bereits erwähnt, wird das Surface Laptop mit Windows 10 S als Betriebssystem ausgeliefert.
Ein Upgrade auf Windows 10 Pro ist jedoch jeder Zeit möglich. Microsoft ermöglicht dies sogar kostenfrei bis zum 31.12.2017.
Wer von Windows 10 Pro zurück zu Windows 10 S will, der kann dies auch tun. Windows 10 S gibt es zwar nicht als ISO zur Installation, es wird aber ein Wiederherstellungsabbild als Download direkt von Microsoft angeboten, was den gleichen Zweck erfüllt.
Eine kleine Schmunzelei am Rande: In den Windows 10 S FAQ steht:
Hinweis:
Der Wechsel zu Pro ist endgültig. Nach dem Wechsel können Sie nicht mehr zu Windows 10 S zurückkehren.
Diese Aussage war wohl früher mal korrekt, ist mittlerweile aber hinfällig geworden.



Fazit

Das Surface Laptop ist technisch und optisch ein Gerät, was sich nicht verstecken muss.
Nach eigenen Aussagen von Microsoft wurde:
Windows 10 S … von Studierenden, Schülern und Lehrkräften inspiriert und ist das beste Windows, das jemals für Bildungseinrichtungen entwickelt wurde. *1
Genau hier treffen allerdings aus meiner Sicht viele Gegensätze aufeinander:
– geringer Lieferumfang
– hoher Preis
– eingeschränktes Betriebssystem
Diese Gesichtspunkte passen nicht zur Zielgruppe der Schüler und Studenten.
Führt man das Upgrade auf Windows 10 Pro durch, dann hat man zumindest ein vollwertiges Betriebssystem, für 110€ bekommt man aus dem Zubehör noch den Surface Stift.
Eine Kaufempfehlung auszusprechen fällt nicht leicht. Dies liegt aber nicht am Gerät selbst, denn das ist wirklich top, sondern für mich eher an den Randbedingungen. Wer unbedingt einen “Laptop” von Microsoft haben möchte, für den ist das Surface Laptop sicherlich die günstige Alternative zum Surface Book, auch wenn man diese beiden Geräte nicht wirklich gleichsetzen kann.
Als Ersatz für mein Surface Pro 4 sehe ich das Surface Laptop nicht aber das sind ja auch zwei unterschiedliche Gerätetypen.
Den Testbericht zum Surface Pro 4 findest Du hier.
Die Sache ist schon sehr verzwickt.
Wer technisch etwas mehr zu einem günstigeren Preis haben möchte, ist sicherlich mit dem Surface Pro 4 besser beraten (wenn man mit dem Klappständer zurecht kommt). Wer von der Bauart mehr auf den Laptop steht, ist beim Surface Laptop in guten Händen.
Wie immer gilt:
Schau Dir das Produkt vorher mal an und teste es aus. Wenn möglich, arbeite ein paar Tage damit und entscheide Dich dann.
PS
Laut einem Test von iFixit ist das Surface Laptop nicht ohne Zerstörung demontierbar. Wenn nach der Garantiezeit etwas an der Hardware des Gerätes repariert werden muss, kann dies ganz schön teuer werden.



Das Microsoft Surface Laptop ist erhältlich bei




*1 Zitat


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